Tuesday, 5. august 2008 2 05 /08 /Aug. /2008 00:07


Ich bin süchtig nach Liebe, weil ich es lange Zeit entbehren musste was es heißt das jemand nur für mich allein da ist. Soviele Jahre lag ich abends allein im Bett und träumte vor mich hin, wie schön es ist zu teilen. Ich träumte von Zärtlichkeiten, ich wollte immer nur diesen einen Menschen finden der mir geben kann wonach ich mich sehne.  


Meine Kindheit war beschaulich auch fordernd, oft wurde ich in Verantwortung genommen was ich kaum leisten konnte. Ich wusste wenn ich es nicht leiste dann bin ich allein. So wurde ich stark für das Leben mit ihren Aufgaben die einen formen. Ich ging vollkommen in dieser Form auf immerzu konnte ich zeigen wie liebenswert ich bin, indem ich Aufgaben übernahm die andere für lobenswert sogleich auch entlastend für ihr eigenes Leben empfanden.Ich war in Hochform jeden Tag das gleiche Programm in dem ich obenauf schwamm. Meine Flossen hatten Fransen zu lang waren sie dem Gegenstrom ausgesetzt.

Dann lag ich abends im Bett und erträumte mir das einmal meine zerschlissenen Flossen zu Flügeln wachsen, mit denen ich überall hinfliegen kann. Ich träumte nicht nur ich setzte es auch um, ich wiedersprach der Form der Norm die man mir aufzwängte, das machte deutlich das ich wenig liebenswert bin. So kann man aus zerschlissenen Flossen keine Flügel machen die einen in den Himmel tragen um von ganz oben die Welt mit anderen Augen zu sehen. Ich sah meinen Horizont des täglichen Einerlei, Pflichten die zu tragen

mich mehr zum träumen animierten als dem gelebten Leben Gutes zu zusprechen.

Die Jahre lehrten mir das es für mich allein mit kommenden Alter einen Menschen geben wird der mich allein liebt wie ich bin. Mit ihm allein will ich die Vielfalt und Schönheit der Liebe erleben. Bald schon wuchsen mir Flügel
ich wurde süchtig nach dieser Vorstellung und schon recht bald traf ich diesen einen Menschen.

Er sah mich und sprach mich an, ich war sehr schüchtern, wusste ich doch nicht
was ich sagen sollte. Ich wuchs über mich hinaus, nun endlich sah ich ihn und er interessierte sich für mich allein. Ich nahm seine Hand, die er mir reichte, und fühlte das sie stark war für ein gemeinsames Leben. Ich dachte nicht viel nach meine Sucht geliebt zu werden war
übermächtig.

Wir lebten viele Jahre zusammen bis ich krank wurde, ich bekam Angstzustände
das er mich verlassen könnte, weil er auch sehr oft allein unterwegs war. Wir konnten darüber nicht reden, weil ich zu schüchtern war es ihm zu offenbaren.

Nun merkte er das ich mich verändert hatte und ihn mehr brauchte als es bislang gewesen ist. Er war noch mehr unterwegs und ich war allein, so hatte mich meine Sucht nach Liebe krank gemacht. Wenn ich mal keine Angst habe dann fühle ich noch meine Kindheit wo ich doch so liebenswert war.


Ist es nicht ein trügerisches Gefühl wenn einen die Kindheit süchtig nach Liebe macht.

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